NAUMBURG. Der Stadtverband der CDU Naumburg trauert um sein verdientes Mitglied Tasso Minker, der am 1. Juli im Alter von 81 Jahren nach schwerer Krankheit verstorben ist. „Mit Tasso Minkner verlieren wir einen überaus engagierten Christdemokraten, der sich über Jahrzehnte für seine Wahlheimat und die hier lebenden Menschen in herausragender Weise sowohl in politischen Gremien, als auch in zahlreichen Vereinen ehrenamtlich eingebracht hat“, so CDU-Vorsitzender Martin Roth.

Tasso Minkner im Jahr 2005 (Bildrechte: Emmi Ohle).

Nach erfolgreichem Pädagogikstudium war Tasso Minkner 1971 mit seiner Familie von seiner Geburtsstadt Berlin ins beschauliche Altenstädt gezogen, um anschließend bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2005 an Schulen in Wolfhagen und Fritzlar als Lehrer für Deutsch und ev. Religion zu arbeiten. Sein Weg in die Kommunalpolitik fand sich konsequenter Weise auch über ein bildungspolitisches Streitthema, als er in den Jahren 1972/73 das Amt des Vorsitzenden der „Bürgerinitiative Naumburg – Weiterführende Schule für Naumburg“ ausübte und wesentlich dazu beitrug, dass der – wie er es selber einschätze – „vollständige Ausverkauf der Naumburger Elbetalschule verhindert“ werden konnte und wenigstens die Förderstufe für einige Jahre noch in Naumburg verblieb.

1973 war Minkner in die CDU eingetreten und wurde bereits im Jahr 1975 zum Vorsitzenden des Naumburger Stadtverbandes gewählt. Er übte das Amt bis zum Jahr 1985 aus und war somit u.a. an der Organisation der für die CDU Naumburg überaus erfolgreichen Kommunalwahlen der Jahre 1977, 1981 und 1985 beteiligt. Dem Stadtverbandsvorstand gehörte er anschließend mit kurzzeitiger Unterbrechung noch bis zum Jahr 1993 als Beisitzer an. Von 1989 bis zum Jahr 2000 gehörte er als ehrenamtlicher Stadtrat dem Magistrat der Stadt Naumburg an.

Auch auf Kreisebene brachte sich Tasso Minkner in herausragender Weise ein: Von 1977 bis 1988 fungierte er als stellvertretender Vorsitzender der CDU Kassel-Land und anschließend noch für zwei Jahre als Beisitzer des Kreisvorstandes. Von 1977 bis 2006 gehörte er als Mitglied der CDU-Fraktion dem Kreistag des Landkreises Kassel an, in dem er sich im Ausschuss für Schule, Kultur und Erwachsenenbildung sowie als langjähriger Vorsitzender des gleichnamigen Arbeitskreises seiner Fraktion sowie von 1991 bis 1997 als stellvertretender Fraktionsvorsitzender engagierte.

Neben seinem kommunalpolitischen Engagement war Tasso Minkner über Jahrzehnte auch in zahlreichen regionalen Vereinen aktiv: Als Gründungsmitglied der „Musikschule Wolfhager Land“ begleitete er ab 1980 viele Jahre Vorstandsämter in der Musikschule. Ebenfalls über Jahrzehnte gehörte er dem Vorstand des Museums-Vereins Wolfhagen an und war eines der engagiertesten Mitglieder im Geschichtsverein Naumburg. Bleibende Spuren hat er auch im Männergesangsverein Altenstädt, im Denkmalbeirat des Landkreises Kassel, als Vorstandsmitglied der Georg-Feige-Stiftung, in der Sparkassenstiftung Kultur des Landkreises Kassel und in vielen anderen kommunalen Einrichtungen hinterlassen. Auch als Künstler und Schriftsteller hat sich Tasso Minkner ein beachtliches Werk hinterlassen. Neben zahlreichen Veröffentlichungen in Zeitschriften, Jahrbüchern und Festschriften hat er auch eine Reihe eigener Bücher verfasst, in denen er u.a. auch äußerst schwere persönliche Schicksalsschläge Anfang der Neunziger Jahre verarbeitete.

Für sein jahrzehntelanges Engagement erhielt Minkner bereits im Jahr 1989 den Ehrenbrief des Landes Hessen und wurde im Jahr 2001 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.

„Wir werden Tasso Minkner als einen vor allem in bildungs- und kulturpolitisch Fragen äußerst versierten und engagierten Kommunalpolitiker in Erinnerung behalten und vor allem seinen feinen Humor und seine den Menschen zugewandte Art schmerzlich vermissen. Unser Mitgefühl gilt seiner Familie und seiner Lebensgefährtin“, so Martin Roth abschließend.

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